Konzeption

Konzeption
  • Alles beginnt mit einer kurzen schriftlichen Beschreibung der Grundidee. Hier wird am besten auch bereits festgelegt, für wen die Animation gedacht ist. Beispielsweise geht man natürlich anders an eine technische Erklärung heran als an einen Werbespot.
  • Genauer ausformuliert wird die Idee dann im Drehbuch, es werden Sprechertexte und Dialoge geschrieben, die die Inhalte der Animation übermitteln sollen.
  • Visuelle Inhalte werden ebenfalls zunächst schriftlich beschrieben und können danach mit einfachen Zeichnungen oder Bild-Collagen in einem Storyboard vorentworfen werden. Zudem helfen Beispielbilder und Skizzen dabei, den visuellen Stil der Animation zu finden, z. B. cartoon, futuristisch oder fotorealistisch.

Assets erstellen

Assets erstellen
  • Als Assets werden alle Elemente bezeichnet, aus denen ein Animationsfilm am Ende besteht: Alle Objekte, Figuren, Szenen, Hintergründe etc. werden neu erstellt oder auch aus Objektbibliotheken ausgewählt.
  • Im Falle von technischen Visualisierungen geht es hierbei auch um den Import und die Weiterverarbeitung von CAD-Daten, die bereits für die Fertigung erstellt wurden.

Assets bearbeiten

Assets bearbeiten
  • Je nach Stil, der vorher festgelegt wurde, wird nun das Aussehen der Objekte bestimmt.
  • So können z. B. genauso handgemalte Texturen zum Einsatz kommen wie auch fotorealistische Oberflächenbestimmungen bezüglich Reflektion, Lichtbrechung, Oberflächenbeschaffenheit und dergleichen, um dem realen Produkt möglichst nahe zu kommen.

Szenen erstellen

Szenen erstellen
  • Sind alle Elemente vorhanden, werden sie nun zu den im Drehbuch beschriebenen Szenen zusammengesetzt und virtuelle Kameras positioniert, die den Bildausschnitt definieren.
  • Es folgen die ersten groben Animationsschritte, um das grundsätzliche Timing der Animation zu bestimmen: Was ist wann wo zu sehen? Kommt gesprochener Text vor, so wird dieser am besten hierfür bereits eingesprochen, um direkt die Sprechgeschwindigkeit einbeziehen zu können.
  • Animationen werden stetig verfeinert, bis alles flüssig und ggf. passend zum Takt des Sprechertextes abläuft.

Beleuchtung

Beleuchtung
  • Wie in der realen Welt, werden auch virtuell erstellte Szenen beleuchtet, um Inhalte sichtbar zu machen, bestimmte Elemente oder Eigenschaften hervorzuheben, und Stimmungen zu erzeugen.
  • Von der Simulation von Tageslicht hin zur künstlerischen Studio-Ausleuchtung ist hier sehr viel möglich.

Rendering

Rendering
  • Beim Rendering werden nun aus all den vorher getroffenen Einstellungen (Objekte, Oberflächen, Lichter, Kameras etc.) die Bilder berechnet, aus denen ein Animationsfilm steht.
  • Hierfür werden sehr viele Bilder benötigt, je nach Zielmedium sind das üblicherweise 25-60 Bilder pro Sekunde. Je nach verwendeter Auflösung, Dauer und Komplexität der Inhalte kann das ein sehr rechenintensiver Prozess sein, für den viele Computer wochenlang beschäftigt sein können.

Nachbearbeitung

Nachbearbeitung
  • Nach der Berechnung der Bilder werden diese nun nachbearbeitet und zum finalen Animationsfilm zusammengesetzt. Hier finden z. B. Farbkorrekturen statt, es werden Grafiken und Texte eingefügt, ggf. visuelle Effekte eingesetzt.
  • Auch der Ton kann nun genau an den Film angepasst werden, Geräusche und Musik erstellt und passend eingebaut werden, Sprache ggf. verbessert und angepasst werden.
  • Am Ende wird alles in eine Videodatei kodiert, die zum Einsatzzweck passt – je nachdem, ob der Film für eine Webseite, TV, Kino, VR-Brille oder ein sonstiges Medium produziert wurde. 

Üblicherweise ist dies kein so linearer Prozess, wie es hier scheint: Immer wieder werden die einzelnen Stadien erneut durchlaufen, bis alles perfekt ist.